Die Albisstrasse in Wollishofen bildet eine der Hauptzufahrten zur Stadt Zürich. Hier endet die urbane Struktur, und das Umland mit seinen Wiesen, Siedlungen und Autobahnen beginnt.
Unsere Parzelle liegt an der östlichen Seite der Albisstrasse als letzte Wohnbaufläche vor der Stadtgrenze, direkt neben dem denkmalgeschützten Seewasserwerk Moos. Seit 1941 pumpt die Stadt nachts Seewasser aus dem Zürichsee auf das hohe Niveau des Moränengürtels, mischt es in grossen Zisternen mit Trinkwasser vom Uetliberg und leitet es über 1,5 m große Leitungen unterhalb der Albisstrasse in die Stadt. Die Mauern der Absatzbecken und Zisternen sind karminrot und mit regelmässig angeordneten, historisierenden Bögen verziert, die von Natursteinblöcken eingerahmt werden.
Der Neubau muss vielfältige Rahmenbedingungen berücksichtigen: Neben dem denkmalgeschützten Kontext des Seewasserwerks ist die Lärmbelastung durch die stark befahrene Albisstrasse erheblich. Auf der Ostseite begrenzen eine unterirdische Zisterne sowie grosse Eschen und Rotbuchen den Blick ins Grüne. In dieser janusköpfigen Situation bildet das Gebäude einen U-förmigen Baukörper mit grosser Fassadenabwicklung zum Innenhof, um die lärmempfindlichen Räume hier zu platzieren. Zur Strassenseite orientieren sich Wintergärten und «Arbeitsküchen» als Lärmpuffer, ergänzt durch Nasszellen und Nebenräume.
So entstehen 25 gehobene Eigentumswohnungen, vom Studio bis zur 5,5-Zimmer-Wohnung mit bis zu 170 qm Wohnfläche im Attikageschoss. Die Baubewilligung wurde im Januar 2026 erteilt. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen.