Das Baugrundstück für diese Doppelhaus-Villa liegt an den Ufern eines kleinen Baggersees in Norddeutschland. Die Familie unserer Bauherrschaft hatte an diesem Ort in der Vergangenheit Sand abgebaut. Nach Einstellung des Betriebs entstand der See und die umliegenden Grundstücke wurden nach und nach verkauft und bebaut. Nur diese letzte Parzelle, zu der auch eine kleine Insel gehört, blieb unbebaut.
Im Spannungsfeld zwischen dem fast tropischen Setting des Sees und dem deutlich weniger tropischen Klima vor Ort sowie den Wünschen der Bauherren nach einer Doppelhaus-Villa mit wenigen, klar definierten Schnittpunkten zwischen den beiden Einheiten entstand ein Bau, der aus einem eingeschossigen, eher geschlossenen Erdgeschoss besteht, über dem ein offenes, transparentes Obergeschoss mit überdeckten Terrassen thront. Eine gerade Trennwand durchzieht das Volumen und teilt beide Haushälften voneinander. Sie durchschneidet den Innenhof des Atriumhauses, der in direkter Sichtbeziehung zu den oberen Terrassen steht.
Für die Gestaltung innen und aussen wurden Travertin, Sichtbeton, Glas und Holz eingesetzt, ergänzt durch große, farbige Vorhänge, die Räume und Fassaden gleichermaßen rhythmisieren und atmosphärisch akzentuieren.